Jakobskreuzkraut

In unseren Kleingärten breitet sich derzeit vermehrt das Jakobskreuzkraut (Senecio jacobaea) aus. Auch wenn es mit seinen gelben Blüten wie eine hübsche Wildpflanze wirkt: Alle Teile der Pflanze sind giftig. Die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide gelten als lebertoxisch und können bei Mensch und Tier zu akuten und chronischen Vergiftungen führen. Tückisch ist, dass sich die Giftstoffe im Körper anreichern – schon kleine, wiederholt aufgenommene Mengen können schwere Folgen haben.

Die Pflanze ist mehrjährig: Im ersten Jahr bildet sie eine bodennahe Blattrosette, erst im zweiten Jahr blüht sie zwischen Juni und September gelb. Achtung: Junge Pflanzen lassen sich leicht mit Rucola, ältere mit Johanniskraut verwechseln. Auch für Imkerinnen ist das Kraut problematisch, da das Gift im Honig zur Vernichtung der Sommerernte führen kann.

Bitte entfernt das Jakobskreuzkraut konsequent:

  • Pflanze vollständig samt gesamtem Wurzelwerk herausziehen.
  • Unbedingt Handschuhe tragen – das Gift wird auch über die Haut aufgenommen.
  • Sorgfältig arbeiten: Schon kleinste Wurzelreste treiben erneut aus.
  • Ausschließlich über den Restmüll (Hausmülltonne) entsorgen.
  • Niemals in die Biotonne oder auf den Kompost – dort bleiben die Samen bis zu 30 Jahre keimfähig.

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